Ludwigshafen

Ludwigshafen legt Pläne für Helmut-Kohl-Allee offen

Über eine posthume Würdigung für den langjährigen Bundeskanzler Helmut Kohl im öffentlichen Raum hat seine Heimatstadt Ludwigshafen lange gerungen. Nach kontroversen Diskussionen stimmte der Stadtrat der pfälzischen Kommune im Juni 2021 schließlich der Benennung einer künftigen Stadtstraße in Helmut-Kohl-Allee mit klarer Mehrheit zu. Gut ein halbes Jahr nach dem Votum legt die zweitgrößte Stadt in Rheinland-Pfalz nun die Pläne für die angedachte Verbindung offen.

Von dpa/lrs

Seit Montag können die Entwürfe bis zum 9. Februar 2022 bei der Stadtverwaltung eingesehen werden – wegen der Corona-Pandemie nach Terminvereinbarung und unter Einhaltung der Schutzmaßnahmen.

Mit der Offenlegung gehe das Planfeststellungsverfahren für den Abriss der Hochstraße Nord und für den Bau der Helmut-Kohl-Allee, das seit 2018 beim Landesbetrieb Mobilität läuft, in eine neue Phase, teilte die Verwaltung mit. Die Pläne sollen unter anderem auch im Internet unter www.lbm.rlp.de einzusehen sein.

Kohl wurde am 3. April 1930 in Ludwigshafen geboren und starb am 16. Juni 2017 in Ludwigshafen-Oggersheim. Er war von 1982 bis 1998 Bundeskanzler. Kurz nach seinem Tod war ein Vorhaben gescheitert, die Ludwigshafener Rheinallee in Helmut-Kohl-Allee umzubenennen. Kleinere Fraktionen im Stadtrat fühlten sich ebenso übergangen wie Anwohner und Unternehmen, die Nachteile durch den Adresswechsel befürchteten.

Bis etwa 2030 soll in Ludwigshafen die marode Hochstraße Nord abgerissen und durch eine mehrspurige Stadtstraße ersetzt werden. Helmut-Kohl-Allee – so soll diese rund 860 Meter lange Verbindung dann heißen. Kohl ist auch Ehrenbürger der Stadt am Rhein.

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