Ramstein

Lewentz lobt Zusammenarbeit bei Betreuung Evakuierter

Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz hat die Betreuung Tausender Zufluchtsuchender aus Afghanistan auf der Air Base Ramstein als Beispiel für das gute deutsch-amerikanische Verhältnis in der Region bezeichnet. „Gerade in dieser Situation wird auch deutlich, wie wichtig eine gute bilaterale Zusammenarbeit ist, um eine Lage dieser Art zu bewältigen“, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

Von dpa/lrs
Roger Lewentz
Roger Lewentz, Landesvorsitzender der SPD Rheinland-Pfalz.
Foto: Boris Roessler/dpa

„Land, Kreis und Kommunen unterstützen die US-Streitkräfte etwa bei der polizeilichen Arbeit, der medizinischen Versorgung von Geretteten und der Verpflegung der Menschen vor Ort“, meinte Lewentz. Besonders hervorzuheben sei auch die große Anteilnahme der Bevölkerung vor Ort für die aus Afghanistan ausgeflogenen Menschen.

Mit der seit 20. August laufenden Luftbrücke werde Rheinland-Pfalz und die Westpfalz „einmal mehr zum Kristallisationspunkt in den transatlantischen Beziehungen“, sagte der Innenminister. „Es ist beeindruckend, welch umfangreicher Einsatz durch unsere US-amerikanischen Partner hier durchgeführt wird.“

Die USA fliegen Schutzsuchende wie etwa ehemalige Ortskräfte der USA in Afghanistan und ihre Familien, die aus Angst vor den Taliban ihre Heimat verlassen, unter anderem nach Ramstein. Dort kommen sie zunächst in Zelten und Flugzeughangars unter. Sie werden registriert und bei Bedarf medizinisch behandelt. Vom weltweit größten US-Luftwaffenstützpunkt außerhalb Amerikas werden sie dann weitertransportiert – meist in die USA.

Im Rahmen der Amtshilfe unterstützt der Landkreis Kaiserslautern die US-Seite im Bereich des Rettungsdienstes beim Transport von Verletzten oder bei der Koordination von Fällen der medizinischen Notversorgung mit anschließender Behandlung in deutschen Kliniken. Landrat Ralf Leßmeister (CDU) habe sich für die Einrichtung einer „Medical-Task-Force“ zwischen der deutschen und amerikanischen Seite eingesetzt, teilte die Verwaltung mit. So seien bereits zahlreiche Krankentransporte von US-Seiten angefordert und in Kliniken der Region und im benachbarten Saarland unternommen worden.

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