Archivierter Artikel vom 08.08.2020, 09:50 Uhr
Mainz

Lewentz betrachtet Oldtimer-Rallye am Wochenende mit Sorge

Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz beobachtet mit Sorge, dass bei der Oldtimer-Rallye am Wochenende am Nürburgring bis zu 5000 Zuschauer kommen dürfen. „Ich hoffe, dass es keine Pandemie-Folgen gibt“, sagte der Sozialdemokrat der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. Die Kreisverwaltung in Ahrweiler habe das so entschieden und trage damit auch die volle Verantwortung. Das Gesundheitsministerium habe dies anders gesehen und immerhin 1000 Zuschauer für möglich gehalten. „Veranstaltungen mit so vielen Zuschauern haben wir derzeit noch nicht wieder in Rheinland-Pfalz“, so Lewentz.

dpa/lrsLesezeit: 1 Minuten
Innenminister Roger Lewentz (SPD)
Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD).
Foto: Oliver Dietze/dpa/Archivbild

„Der Nürburgring bietet allerdings auch großzügige Möglichkeiten, Personen auseinander zu setzen. Er ist dafür sehr gut geeignet“, betonte der Innenminister. „Und es gibt wahrscheinlich weniger Plätze bei dieser Veranstaltung, an denen die Zuschauer wie beim Fußball hoch emotional zusammenstehen.“ Der Nürburgring habe zudem ein sehr gutes Hygienekonzept vorgelegt.

„Wir werden diese Veranstaltung mit 5000 Zuschauer bewerten und hoffen, dass alles gut geht“, sagte Lewentz. „Das nächste Thema ist dann die Formel 1.“ Bis dahin müsse die Entwicklung der Infektionszahlen sehr genau betrachtet werden.

Das Gesundheitsministerium hatte die Entscheidung des Kreises Ahrweiler kritisiert, bis zu 5000 Zuschauer zuzulassen. Diese „deutliche Abweichung“ stehe nicht im Einklang mit der Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes, die für Veranstaltungen im Freien grundsätzlich eine Grenze von 350 Menschen unter Hygieneauflagen vorschreibe. Die Verwaltungen der Kreise und kreisfreien Städte können in begründeten Einzelfällen Ausnahmegenehmigungen für die in der Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes getroffenen Regelungen für Veranstaltungen erteilen.