Mainz

Landtag gedenkt Verfolgung Homosexueller in der NS-Zeit

Der rheinland-pfälzische Landtag stellt am Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust zum ersten Mal die Verfolgung Homosexueller in den Mittelpunkt. Das Parlament kommt dazu heute in der Gedenkstätte des ehemaligen KZ Osthofen zusammen. Dabei geht es auch um die nach 1945 anhaltende Verfolgung Homosexueller. Der Historiker und Theologe Michael Schwartz vom Institut für Zeitgeschichte hält die Hauptrede. Sein Thema „Homosexuelle Menschen unter der NS-Diktatur – und der lange Weg aus der Ausgrenzung“.

dpa/lrs
NS-Dokuzentrum in Osthofen
Das NS-Dokumentationszentrum in Osthofen.
Foto: Ronald Wittek/Archiv – dpa

Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Landtagspräsident Hendrik Hering (beide SPD) sprechen ebenfalls. Anschließend wird in der ehemaligen Häftlingshalle ein Kranz niedergelegt. Am 27. Januar jährt sich die Befreiung des KZ Auschwitz zum 75. Mal.

1933 wurde in Osthofen das erste Konzentrationslager im damaligen Volksstaat Hessen errichtet. Gefangene waren Kommunisten, Sozialdemokraten, Gewerkschafter, Parteilose, Juden, Christen, Atheisten, Sinti und Roma. Für viele stand das KZ Osthofen am Anfang des Weges in andere Konzentrationslager wie Dachau, Papenburg, Auschwitz und Majdanek.

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