Archivierter Artikel vom 01.11.2011, 08:05 Uhr
Mainz

Landesmuseum zeigt «Wege nach Byzanz»

Eine neue Ausstellung des Landesmuseums in Mainz will Besuchern «Wege nach Byzanz» zeigen. Dabei gehe es auch um die Frage, warum die herausragende Bedeutung der byzantinischen Hochkultur mit ihrem Zentrum im heutigen Istanbul gegenwärtig in West- und Mitteleuropa weitgehend ignoriert werde, teilte das Museum mit. Von 6. November an (bis 5. Februar 2012) präsentiert das Haus unter anderem Luxusobjekte aus Elfenbein, Gold, Silber oder Seide aber auch Alltagsgegenständen wie Keramik. Auf rund 150 Quadratmetern sollen etwa 100 Objekte gezeigt werden, darunter Seidengewänder, Goldgefäße, Waffen und Münzen.

Das Byzantinische Reich bestand etwa 1000 Jahre lang. Sein Zentrum Konstantinopel wurde im Jahr 1453 von den Osmanen erobert, die es in Istanbul umbenannten. Bei der Ausstellung können sich Besucher der byzantinischen Kultur auf verschieden Weise nähern, wie das Museum mitteilte. Etwa über Exponate zu Pilgerwegen, Handelswegen oder Kreuzzügen.

Auf der anderen Seite gehen die Kuratoren der Frage nach, wie und warum sich frühere Gelehrten mit Byzanz befassten. Wie konnte es im 16. Jahrhundert zu einer Geringschätzung alles «Byzantinischen» kommen? Mit welchen modernen Methoden wird heute geforscht und was sind die aktuellen Ergebnisse? Die Ausstellung wurde vom Museum gemeinsam mit dem Institut für Kunstgeschichte der Johannes Gutenberg-Universität und dem Römisch-Germanischen Zentralmuseum konzipiert.

Ausstellung