Archivierter Artikel vom 25.02.2021, 16:30 Uhr
Saarbrücken

Land will Industrieflächen für Neuansiedlungen erschließen

Rund 65 Millionen Euro will das Saarland für die Schaffung von Industrieflächen zur Neuansiedlung von Unternehmen investieren. Dabei sollen neben neuen Gebieten verstärkt auch gewerblich-industrielle Altflächen nutzbar gemacht werden. Das geht aus dem neuen „Masterplan 2“ hervor, den Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) und Thomas Schuck, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung gwSaar, am Donnerstag vorstellten.

Von dpa/lrs
Anke Rehlinger
Anke Rehlinger (SPD), Verkehrsministerin im Saarland, schaut in die Kamera.
Foto: Andreas Arnold/dpa/Archivbild

Unter Federführung der landeseigenen Gesellschaft für Wirtschaftsförderung waren in den letzten Monaten insgesamt über 100 Flächen im gesamten Saarland untersucht worden. Bewertet wurden vor allem Größe, Nutzungsflexibilität, die zu erwartende Erschließungsdauer und räumliche Lage. Der neue Plan weist nun zehn Standorte aus, bei denen eine kurzfristige Entwicklungsplanung möglich sei. Nach Schätzungen des Ministeriums könnten am Ende rund 120 Hektar realisiert werden.

„Damit der Strukturwandel im Saarland gelingen kann, müssen wir im internationalen Wettbewerb um Industrieansiedlungen überzeugen“, sagte Rehlinger. Wichtige Ansiedlungsentscheidungen wie die des Automobilzulieferers SVolt und des Küchenherstellers Nobilia hätten gezeigt, dass das Saarland alles zu bieten habe, was für Unternehmen wichtig sei: Fachkräfte, Forschung und Know-how. Laut Rehlinger brauche es jedoch auch eine vorausschauende Flächenpolitik, die nun mit dem „Masterplan 2“ umgesetzt werde.

Dass der Bedarf groß ist, leitet Rehlinger auch aus den schnellen und guten Ansiedlungserfolgen des ersten Masterplans aus dem Jahr 2007 ab: Auf seinen Flächen hätten bis heute 45 Unternehmen ihren Sitz gefunden, zudem seien 3350 Arbeitsplätze geschaffen worden.

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