Archivierter Artikel vom 24.06.2019, 17:10 Uhr

Koblenzer Ermittlungen gegen mutmaßlichen IS-Sympathisanten

Koblenz/Ludwigshafen (dpa/lrs) – Die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz ermittelt gegen einen mutmaßlichen IS-Sympathisanten mit früherem Aufenthalt im Raum Ludwigshafen. „Ihm wird die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vorgeworfen“, sagte Generalstaatsanwalt Jürgen Brauer am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Es gebe allerdings keine Hinweise, dass der Syrer für den IS oder eine andere Terrororganisation gekämpft habe. Zuvor hatte der SWR darüber berichtet.

Der Mann soll mit seiner Familie als Flüchtling nach Deutschland gekommen und bereits im Juli 2015 wieder nach Syrien ins damalige IS-Gebiet zurückgekehrt sein. Laut SWR wollte er 2018 erneut nach Deutschland kommen, sei aber in Griechenland zunächst wegen illegalen Grenzübertritts festgenommen worden und sitze dort in Haft.

Nach Brauers Worten besteht der Verdacht, dass der Syrer sich dem IS angeschlossen und bei ihm eine militärische IS-Ausbildung durchlaufen habe. Die Voraussetzungen für einen Haftbefehl in Deutschland und somit eine Auslieferung lägen aber vorerst nicht vor. Der SWR berichtete unter Bezug auf die griechische Tageszeitung „Kathimerini“, der Syrer solle die Drohnen-Abteilung des IS unterstützt haben. Brauer erklärte, hierzu könne er nichts sagen.