Archivierter Artikel vom 30.06.2014, 17:55 Uhr
Speyer

Kirchenpräsident Schad: Von Schneiders Entscheidung bewegt

Der pfälzische Kirchenpräsident Christian Schad hat nach eigenen Angaben zutiefst bewegt auf die Nachricht reagiert, dass der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider sein Amt wegen der Krebserkrankung seiner Frau niederlegen will. «Ich habe Hochachtung vor dieser Entscheidung und begleite Anne und Nikolaus Schneider, mit denen ich auch persönlich verbunden bin, mit meinem Gebet», wurde Schad in einer am Montag veröffentlichten Mitteilung zitiert.

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Nikolaus Schneider
Nikolaus Schneider, Ratsvorsitzender der Ev. Kirche.
Foto: K. Schindler/Archiv – DPA

Speyer (dpa/lrs) – Der pfälzische Kirchenpräsident Christian Schad hat nach eigenen Angaben zutiefst bewegt auf die Nachricht reagiert, dass der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider sein Amt wegen der Krebserkrankung seiner Frau niederlegen will. «Ich habe Hochachtung vor dieser Entscheidung und begleite Anne und Nikolaus Schneider, mit denen ich auch persönlich verbunden bin, mit meinem Gebet», wurde Schad in einer am Montag veröffentlichten Mitteilung zitiert.

Der Kirchenpräsident würdigte Schneider als Anwalt der Schwachen und Benachteiligten. «Er widerspricht, wo Menschen unter die Räder kommen und wendet den biblischen Grundsatz an, dass das Kriterium für Gerechtigkeit die Situation der Ärmsten im Lande ist – und nicht nur im Lande!» Nach innen wirke er verbindend und integrierend. «Er hat Vertrauen geschaffen unter den Repräsentanten der 20 Gliedkirchen der EKD», bilanzierte Schad.

Schneider – seit 2010 der oberste Repräsentant der rund 23,4 Millionen evangelischen Christen in Deutschland – legt aus Rücksicht auf seine krebskranke Frau im November sein Amt als Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland nieder. Die jüngste Tochter des seit 1970 verheirateten Paares war 2005 an Leukämie gestorben.