Archivierter Artikel vom 03.08.2020, 15:40 Uhr
Saarbrücken/München

Kein einziger Blitz im Juli im Saarland

Im Juli hat es im Saarland wettermäßig kein einziges Mal geblitzt. Das geht aus Daten des Münchner Unternehmens Nowcast hervor, das mit dem Messsystem unter anderem für den Deutschen Wetterdienst Blitze ortet. Auch deutschlandweit hat es im Juli deutlich weniger geblitzt als üblich: In Deutschland gab es in dem Monat 394 668 Entladungen – so wenige wie noch nie seit Start des Messsystems „Linet“ im Jahr 2006.

dpa/lrs
Blitze
Ein Blitz schlägt in der Ferne ein.
Foto: Lino Mirgeler/dpa/Archivbild

„Der Unterschied zum Juli des vergangenen Jahres ist groß, 2019 wurden mit knapp 1,3 Millionen Blitzen mehr als dreimal so viele Blitze registriert“, erklärte am Montag Richard Fellner von Nowcast. Am stärksten betroffen war den Angaben nach Bayern mit 278 031 Blitzen im Juli, gefolgt von Baden-Württemberg mit 41 404 Entladungen. Ganz hinten liegen unter den Flächenländern Rheinland-Pfalz (300 Blitze) und eben das Saarland.

Der Norden und die Mitte des Landes blieben weitgehend verschont, weil es dort kaum regnete und weitgehend trocken war. Gewitter benötigen aber Hitze und Feuchtigkeit. „Somit ist es wenig verwunderlich, dass der Großteil aller Blitzentladungen zwischen Schwäbischer Alb und Bodenseeregion bis zum Alpenrand und Bayerischen Wald registriert wurden“, hieß es weiter. In diesen Regionen seien die Gewitter durchaus heftig ausgefallen mit Überschwemmungen, Sturmschäden und Hagel.

Technologie von nowcast