Mainz

Kein Busfahrerstreik am Dienstag

Schüler, Pendler und andere Busfahrgäste können aufatmen: Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi verzichtet im Konflikt um den Manteltarifvertrag für Fahrer und Fahrerinnen privater Busunternehmen vorerst auf die angedrohten Streiks. Das am vergangenen Freitag an den Arbeitgeberverband VAV gerichtete Ultimatum, bis Montag um 12.00 Uhr einen der vorgeschlagenen Verhandlungstermine anzunehmen, habe „in letzter Minute doch eine positive Wendung genommen“, teilte Verdi-Verhandlungsführer Marko Bärschneider mit. An diesem Freitag „werden wir mit der Arbeitgeberseite am Verhandlungstisch sitzen, um den seit drei Jahren offenen Tarifkonflikt des Manteltarifvertrages nun beiderseits zu einem positiven Ende zu bringen“, fügte er hinzu.

Von dpa/lrs
Streik
Beschäftigte nehmen an einem Warnstreik teil.
Foto: Stefan Sauer/dpa/ZB/Symbolbild

Bärschneider geht nach eigenen Worten davon aus, dass bis spätestens zum 19. Januar eine Einigung unter Dach und Fach ist. Laut Verdi wurde bereits vor Weihnachten der Entwurf für einen Manteltarifvertrag ausgehandelt. Allerdings habe die Vereinigung der Arbeitgeberverbände Verkehrsgewerbe Rheinland-Pfalz (VAV) konkrete Verhandlungstermine erst später als ursprünglich vereinbart festlegen wollen. Die Gewerkschaft hatte den Arbeitgebern eine Hinhaltetaktik vorgeworfen und mit Arbeitsniederlegungen von diesem Dienstag an gedroht.

Die Gewerkschaft fordert unter anderem eine Durchbezahlung der Standzeiten, also der Pausen während einer Schicht, für die rund 3500 Busfahrerinnen und Busfahrer in Rheinland-Pfalz. Der Manteltarifvertrag war 2019 gekündigt worden. Über einen Entgelttarifvertrag hatten sich beide Seite nach langwierigen Auseinandersetzungen im vergangenen November geeinigt.

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