Archivierter Artikel vom 05.04.2021, 09:20 Uhr

Kaninchen bei Wurf in Dromedargehege verletzt

Kaninchen können weite Sprünge machen, aber ein Weitwurf über etwa fünf Meter bekommt ihnen schlecht. Ein im Dromedargehege des Landauer Zoos ausgesetztes Kaninchen jedenfalls ist nun mit Verdacht auf Schwanzfraktur hart aufgekommen.

Landau (dpa/lrs). Ausgerechnet am Ostersonntag haben zwei bislang unbekannte Frauen ein Kaninchen ins Dromedargehege des Landauer Zoos geworfen. Nach Angaben eines Polizeisprechers handelte es sich nicht etwa um einen Spontanbesuch eines Osterhäschens bei den Höckertieren, sondern um eine Tieraussetzung. Zeugen hätten die Frauen beobachtet, als sie einen Transportkorb über den Zaun in das Gehege geworfen hätten.

Dem Kaninchen der Rasse „Deutscher Riese“ war der Wurf über vier oder fünf Meter schlecht bekommen, wie der verständigte Zoodirektor feststellte. Durch den Aufprall habe sich das Tier eine blutende Wunde am Schwanz zugezogen. Ob eine Schwanzfraktur vorliegt, müsse noch durch weitere Untersuchungen des Langohrs geprüft werden. Unklar ist auch, ob mit der Wurfaktion ein designierter Osterbraten gerettet oder ein unerwünscht gewordenes Haustier „entsorgt“ werden sollte.

Gegen die beiden Frauen wurde eine Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz aufgenommen. Am Montagmorgen hatte die Polizei noch keine neuen Hinweise, hoffte aber auf weitere Zeugen.

© dpa-infocom, dpa:210405-99-87486/3

Polizeimitteilung