Archivierter Artikel vom 22.05.2021, 16:20 Uhr
Kaiserslautern

Kaiserslautern hofft auf bessere Drittliga-Zeiten

Der 1. FC Kaiserslautern muss sich in der Sommerpause neu ordnen. Eine weitere Zittersaison kann und will sich der viermalige deutsche Meister nicht leisten.

Von dpa/lrs
Fußball
Ein Fußball liegt auf dem Spielfeld.
Foto: picture alliance/dpa/Symbolbild

Kaiserslautern (dpa/lrs) – Nach einer turbulenten Saison mit Abstiegskampf und Insolvenz richtete Marco Antwerpen den Blick lieber nach vorn als zurück. „Ich bin nicht der Typ, der lange einen Klassenerhalt feiert. Ich wünsche mir, dass unsere nächste Saison anders ausschaut“, betonte der Trainer 1. FC Kaiserslautern nach dem 1:1 gegen den SC Verl im Saisonfinale der 3. Fußball-Liga.

Mit 43 Punkten beendeten die Roten Teufel die Corona-Spielzeit 2020/21 auf einem insgesamt enttäuschenden 14. Platz. Dem eigenen Anspruch, eine Spitzenmannschaft der Liga sein zu wollen, wurden sie nie gerecht. Am Ende steht die tabellarisch schlechteste Spielzeit in der rund 121-jährigen Geschichte des Traditionsvereins.

Für die Pfälzer gilt es nun, die Lehren aus dem gerade noch verhinderten Absturz in die Regionalliga zu ziehen. Schließlich brauchte es dafür mit Antwerpen nach Boris Schommers und Jeff Saibene den dritten Trainer der Saison. Erst der 49-Jährige brachte die Mannschaft nach seinem Amtsantritt Anfang Februar in die Spur. In den letzten zehn Spielen kassierte der FCK nur noch eine Niederlage und holte 17 Punkte.

Im Sommer steht wohl wieder ein größerer personeller Umbruch an. Bei der Zusammenstellung der neuen Mannschaft hängt einiges davon ab, wie viele der sieben Leihspieler gehalten werden können. Während ein Verbleib von Jean Zimmer, Daniel Hanslik, Anas Ouahim, Marvin Senger und Felix Götze noch offen ist, haben Adam Hlousek und auch Top-Torjäger Marvin Pourié wohl keine Zukunft auf dem Betzenberg. Pourié stand gegen Verl schon zum zweiten Mal in der abgelaufenen Saison aus disziplinarischen Gründen nicht im Kader. „Das begleitet Marvin schon seine ganze Karriere. Es gibt immer wieder Vorkommnisse, die nicht in Ordnung sind. Wir werden sehen, was die Zukunft bringt“, sagte Antwerpen.

Ex-Kapitän Carlo Sickinger und Simon Skarlatidis, deren Verträge auslaufen, werden den Club im Sommer ziemlich sicher verlassen. Auch Alexander Winkler, zuletzt kaum mehr berücksichtigt, dürfte sich nach einer neuen Herausforderung umschauen. Hendrick Zuck soll seinen Kontrakt verlängern, Philipp Hercher könnte sich mit starken Leistungen im Saison-Endspurt in den Fokus anderer Vereine gespielt haben.

Was potenzielle Neuzugänge angeht, sucht der FCK unter anderem einen kopfballstarken Stabilisator für die Abwehr. „Ich hoffe, dass nächste Woche etwas mehr Bewegung reinkommt. Wir haben wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Da gibt es wegen Corona noch sehr viele Fragezeichen. Zum Beispiel, ob wir nächste Saison mit Zuschauern spielen können“, sagte Sport-Geschäftsführer Thomas Hengen.

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