Archivierter Artikel vom 27.02.2021, 11:30 Uhr
Mainz/Berlin

Impfdrängler: Dreyer sieht Bußgeld als angemessenes Signal

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat sich für hohe Bußgelder ausgesprochen, sollte sich jemand bei Corona-Impfungen vordrängeln. Sie finde solches Verhalten „wirklich rücksichtslos den Gruppen gegenüber, die ein sehr hohes Risiko haben, sehr schwer zu erkranken, wenn sie nicht geimpft werden“, sagte sie dem Tagesspiegel (Online/Print Sonntag).

Von dpa/lrs
Rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD)
Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) besucht eine Rettungswache in Mainz.
Foto: Boris Roessler/dpa/Archivbild

„Ich finde den Vorschlag für ein Bußgeld für die Impfdrängler angemessen. Das wäre ein starkes Signal“, sagte sie mit Blick auf Überlegungen der Großen Koalition im Bund, bis zu 25 000 Euro Bußgeld für solche Fälle zu verhängen.

„Aber es muss auch klar sein, dass kein Impfstoff weggeworfen wird“, sagte die Ministerpräsidentin. In Rheinland-Pfalz gebe es klare Regeln. „Wenn Impfstoff absehbar übrig ist an dem Tag, werden einfach Menschen kontaktiert aus der gleichen Prioritätengruppe. In Gruppe 1 sind ja auch Rettungsorganisationen oder ambulante Pflegedienste.“

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