Mainz

Hofmann geht von Einführung der Super League aus

Der Vorstandsboss des FSV Mainz 05, Stefan Hofmann, geht davon aus, dass die in diesem Jahr noch gescheiterte Super League nur eine Frage der Zeit ist. Im „Kicker“-Interview sagte er auf die Frage, wie er die neue reformierte Champions League ab 2024 finde: „Irgendwann wird es wohl der Markt regeln. Dann wird die Super League kommen, und dann sollen die Vereine, die das wollen, mitspielen. Dann entscheidet der Fan, der Konsument zu Hause: Schaue ich mir zum zehnten Mal Paris gegen Barcelona noch an oder nicht?“

Stefan Hofmann
Stefan Hofmann.
Foto: Thomas Frey/dpa/Archivbild

Wenn dem so sei, „dass da Millionen zuschauen, dann werden wir den Gang der Dinge nicht aufhalten, dann ist es so“, fügte der 58 Jahre alte Funktionär an. Er selbst schaue sich in der Champions League nur noch ausgewählte Spiele an und habe die Europa Conference League noch gar nicht gesehen. „Das Ganze wird ausschließlich monetär getrieben, die Attraktivität leidet“, monierte Hofmann.

Der Mainz-Boss hofft allerdings, dass das Szenario nicht eintritt. „Aber wenn wir nicht gegensteuern, kann es vielleicht so kommen. Wenn wir die wirtschaftliche Basis nicht in den Griff bekommen und die Schere immer weiter auseinandergeht“, sagte Hofmann. Der Verein freue sich sehr, gegen Bayern oder Dortmund spielen zu können. „Ich möchte dieses Konstrukt gerne erhalten“, fügte der Vorstandsboss an.

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