Archivierter Artikel vom 17.01.2020, 11:00 Uhr
Mainz

Höfken schlägt Waldklimaprämie aus zentralem Fonds vor

Die rheinland-pfälzische Umwelt- und Forstministerin Ulrike Höfken (Grüne) hat die Einführung einer Waldklimaprämie vorgeschlagen. Mit dieser Prämie solle gezielt die Eigenschaft von Wäldern gefördert werden, große Mengen CO2 aufzunehmen, erklärte Höfken vor Gesprächen mit Waldexperten auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin.

dpa/lrsLesezeit: 1 Minuten
Ulrike Höfken äussert sich vor Journalisten
Ulrike Höfken, Umwelt- und Forstministerin in Rheinland-Pfalz, äussert sich vor Journalisten.
Foto: Andreas Arnold/dpa/Archivbild

Die Mittel für die Prämie sollen nach den Vorstellungen Höfkens aus dem Waldklimafonds kommen, der seine Mittel aus Einnahmen der CO2-Zertifikate erhält und gemeinsam von Bundeslandwirtschafts- und Bundesumweltministerium verwaltet wird. Dieser Fonds könnte noch durch Mittel der EU oder aus dem Bundeshaushalt aufgestockt werden, schlug Höfken vor. „Den Erhalt unserer Wälder gibt es nicht zum Nulltarif.“ Ein großflächiger Verlust von Waldflächen würde zu einer deutlichen Verschärfung der Klimaveränderung mit unabsehbaren Folgen führen.

Über die Photosynthese mit der Umwandlung von CO2 in Sauerstoff können Bäume je Kubikmeter Holz etwa eine Tonne CO2 binden. Je Hektar und Jahr kann ein Wald laut Umweltministerium um etwa 8,8 Kubikmeter Holz wachsen. Dieser Mittelwert könnte als Grundlage für die Unterstützung der Klimaschutzleistung des Waldes herangezogen werden, schlug Höfken vor. Bei einem Emissionspreis von 25 Euro je Tonne CO2 könnte sich ein Klimaschutzbeitrag von 220 Euro je Hektar Waldfläche ergeben.