Mainz

Hoch fordert vom Bund schnellere Impfstofflieferungen

Der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) hat vom Bund mehr Tempo bei der Lieferung von Corona-Impfstoff verlangt. „Das muss angesichts der Lage schneller gehen, wenn wir der Pandemie entgegenboostern wollen“, forderte er am Freitag nach der Konferenz der Gesundheitsminister von Bund und Ländern. „Für mich gilt: Jeder der will und dafür in Frage kommt, soll eine Booster-Impfung erhalten.“

Von dpa/lrs
Impfung
Ein medizinischer Mitarbeiter impft eine Frau.
Foto: Jörg Carstensen/dpa/Symbolbild

Rheinland-Pfalz setze dabei insbesondere auf die niedergelassene Ärzteschaft in Kombination mit regionalen Impfangeboten des Landes, erklärte der Gesundheitsminister. Die Landesregierung hatte am Dienstag angekündigt, dass die Zahl der Impfbusse, die quer durch das Land fahren und Menschen eine Impfung ohne vorherigen Termin ermöglichen, auf zwölf verdoppelt und die Zahl der Impfbustermine bis Jahresende auf 500 erhöht wird. Seit dem Start der Impfbusse Anfang August wurden bislang laut Ministerium dort 75 000 Schutzimpfungen verabreicht. Die Nachfrage sei weiterhin hoch.

Zusätzlich werden an zehn Krankenhausstandorten im Land dezentrale Impfeinrichtungen öffnen. Wo sich diese befinden, will Hoch in dieser Woche bekanntgeben.

Hoch begrüßte, dass die Ministerrunde eine bundesweite tägliche Testpflicht für Ungeimpfte in Alten- und Pflegeheimen „analog zu der Regelung in Rheinland-Pfalz“ beschlossen habe. Die Konferenz habe „gute Entscheidungen getroffen, um sicher durch den Herbst und den Winter zu kommen“. Die Länder brauchten vom Bundesgesetzgeber einen rechtssicheren Rahmen im Infektionsschutzgesetz, der die notwendigen Handlungsspielräume zur Bekämpfung der Pandemie eröffne. „Wir müssen mit regional angepassten Maßnahmen auf das jeweilige Geschehen reagieren können“, betonte er.

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Standort und Termine der Impfbusse