Berlin

Heidel zu 2G-Forderung an Fußballprofis: „Populismus pur“

Christian Heidel hat seine Kritik an der Politik nach Forderungen nach einer 2G-Regel für Fußballprofis erneuert. „Mir ging es darum, dass einige Politiker in einer der schlimmsten Situationen, die dieses Land seit dem Zweiten Weltkrieg erlebt, offenbar nichts anderes im Sinn haben, als sich darüber auszulassen, dass Fußballer geimpft sein müssen“, sagte der Sportvorstand des Fußball-Bundesligisten FSV Mainz 05 im Interview der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“ (Freitagsausgabe).

Der Mainzer Geschäftsführer Christian Heidel
Der Mainzer Geschäftsführer Christian Heidel.
Foto: Werner Schmitt/dpa/Archivbild

„Jede und jeder in diesem Land“ solle sich impfen lassen, um sich und andere vor diesem „tückischen Virus zu schützen“. Die Politik solle sich aber auf die wahren Probleme der Pandemie konzentrieren. „Die Impfquote im Profifußball ist um ein Vielfaches höher als in der Gesamtgesellschaft, in Mainz liegen wir bei 98 Prozent“, sagte Heidel. Der Fokus solle vielmehr darauf liegen, wie man die pandemiebedingte dramatische Situation in den Kliniken, in der Wirtschaft und in der Gesamtgesellschaft in den Griff bekommt.

„Ich finde es sehr bedenklich, wenn es immer wieder Politiker gibt, die sich dann öffentlich über vielleicht noch 100 ungeimpfte Fußballer auslassen. Das ist Populismus pur. Sie sollten sich Gedanken darüber machen, wie man es schafft, dass sich 20 Millionen ungeimpfte Menschen in Deutschland für eine Impfung entscheiden“, sagte Heidel.

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