Archivierter Artikel vom 30.03.2020, 17:00 Uhr

Günstigeres Rohöl drückt auch Inflationsrate an der Saar

Saarbrücken (dpa/lrs) – Gefallene Rohölpreise haben auch die Inflation im Saarland eingebremst. Die Verbraucherpreise lagen im März um 1,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Amt des Saarlandes in Saarbrücken am Montag mitteilte. Im Februar hatte die Inflationsrate noch bei 1,5 Prozent gelegen.

Heizöl-Lieferant
Ein Heizöllieferant mit einer Zapfpistole eines Tanklasters.
Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/Symbolbild

Der Verfall der Rohölpreise habe dazu geführt, dass Heizöl um 7,7 Prozent günstiger geworden sei als im Vormonat und gar um über 20 Prozent als im März 2019, erklärten die Statistiker. An den Tankstellen mussten Autofarer für Sprit knapp fünf Prozent weniger zahlen – sowohl mit Blick auf den Vormonat als auch den März vergangenen Jahres. Strom verbilligte sich binnen Jahresfrist um rund vier Prozent.

Nach oben ging es dagegen mit den Preisen für Nahrungsmittel – und zwar insgesamt um 4,0 Prozent. Während sich Fleisch und Fleischwaren sowie Obst um mehr als neun Prozent verteuerten, verbilligte sich Butter um mehr als zwölf Prozent. Der Preis von in der Corona-Krise oft vergriffenem Toilettenpapier veränderte sich den Statistikern zufolge im März indes nicht im Vergleich zum Vormonat Februar.