Archivierter Artikel vom 12.08.2020, 14:20 Uhr
Dortmund/Hagen

Großrazzia wegen Geldwäsche: Autos und Uhren beschlagnahmt

Ermittler haben mit Hilfe von Spezialkräften am Mittwoch wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betruges und der Geldwäsche mehrere Häuser vor allem in NRW-Städten durchsucht. Dabei wurden laut Polizei Beweismittel und Vermögenswerte sichergestellt, unter anderem teure Autos, Motorräder und Luxusuhren. Der Schwerpunkt der Aktion lag in Dortmund, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Hagen sagte. Insgesamt wurden 19 Objekte durchsucht – in Dortmund, Hagen, Bochum, Düsseldorf, Werl, Solingen, Castrop-Rauxel und im rheinland-pfälzischen Saarburg. In Dortmund wurde dabei auch ein gepanzertes Fahrzeug eingesetzt. Zuvor hatten „Bild“-Zeitung und WDR berichtet.

dpa/lnwLesezeit: 1 Minuten
Razzia
Zwei Polizeibeamte in Zivil stellen Kartons mit beschlagnahmten Unterlagen in einen PKW.
Foto: Peter Steffen/dpa/Archivbild

Laut Staatsanwaltschaft steht ein 36-jähriger Hagener im Mittelpunkt der Ermittlungen, ihm werden Betrugs- und Steuerdelikte vorgeworfen. Er soll falsche Angaben bei der Vermittlung von Krediten gemacht haben. So soll er an hochwertige Autos gelangt sein, mit denen er gehandelt haben soll. Kunden von ihm hätten Verbindungen zur Clan-Kriminalität, berichtete der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Laut Polizei liegt der entstandene Schaden bei rund 1,1 Millionen Euro. In einer Shisha-Bar sollen Gelder gewaschen worden sein. Die Ermittlungen führte die Abteilung für Organisierte Kriminalität der Polizei Hagen.

Festnahmen gab es am Mittwoch nicht. Unter anderem wurden aber ein hochwertiger Mercedes, ein Jaguar und mehrere Harley-Motorräder sichergestellt. Zudem nahmen die Ermittler Bargeld in fünfstelliger Höhe, Rolex-Armbanduhren, zahlreiche Datenträger, Computer und Dokumente mit, wie es in einer Mitteilung der Polizei hieß.

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