Zweibrücken

Gewalt unter Nachbarn kann zu Kontaktverboten führen

Jahrelanger gewalttätiger Streit unter Nachbarn kann laut einem Gerichtsbeschluss zu einem befristeten gegenseitigen Näherungs- und Kontaktverbot führen. Dies sei der Fall bei zwei Nachbarn, die sich eine einzige schmale Hofeinfahrt teilten und sich in den vergangenen zehn Jahren wiederholt nicht nur zur Selbstverteidigung gegenseitig angegriffen hätten, teilte das Pfälzische Oberlandesgericht Zweibrücken am Mittwoch mit (Az. 6 UF 16/21).

Von dpa/lrs
Justitia
Eine Statue der Justitia hält eine Waage und ein Schwert in der Hand.
Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Daher sei es mehrmals zu sogenannten Gewaltschutzverfahren vor dem Amtsgericht Grünstadt im Kreis Bad Dürkheim gekommen. Der genaue Verlauf der Rangeleien lasse sich wegen unterschiedlicher Angaben beider Nachbarn nicht mehr genau klären. Ihre Beschwerden gegen die vom Amtsgericht erlassenen Näherungs- und Kontaktverbote blieben laut OLG ohne Erfolg. Eine künftige Rechtsbeschwerde zum Bundesgerichtshof (BGH) ließ es nicht zu.

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