Archivierter Artikel vom 05.08.2020, 13:00 Uhr
Bad Ems

Gesundheitsausgaben in Rheinland-Pfalz kräftig gestiegen

Die Rheinland-Pfälzer und ihre Versicherungen geben immer mehr Geld für die Gesundheit aus. Innerhalb eines Jahrzehnts seien die Ausgaben für entsprechende Waren und Dienstleistungen um 44 Prozent auf 19,4 Milliarden Euro im Jahr 2018 gestiegen, teilte das Statistische Landesamt in Bad Ems am Mittwoch mit. Dies entspricht einer durchschnittlichen Steigerung pro Jahr um 3,7 Prozent. Die Gesundheitsausgaben nahmen damit wesentlich stärker zu als das Bruttoinlandsprodukt (2,8 Prozent). Für jeden Bürger in Rheinland-Pfalz wurden demnach im Schnitt 4748 Euro für entsprechende Waren und Dienstleistungen ausgegeben, damit liegt das Land etwas über dem Bundesdurchschnitt (4712 Euro).

dpa/lrs

Mehr als die Hälfte der Kosten in Rheinland-Pfalz wurden von den gesetzlichen Krankenversicherungen übernommen (2608 Euro); 14 Prozent zahlten die Menschen selbst sowie private Organisationen (669 Euro). Private Krankenversicherungen übernahmen einen Anteil von knapp zehn Prozent (459 Euro), ebenso wie die sozialen Pflegeversicherungen (455 Euro). Die Ausgaben der Pflegeversicherungen sind in den letzten Jahren am meisten angestiegen, 2018 im Vergleich zum Jahr davor um 7,6 Prozent.

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