Archivierter Artikel vom 19.02.2020, 14:50 Uhr

Gesperrte Salierbrücke: 1000 Tonnen giftiger Bauschutt

Speyer/Karlsruhe (dpa/lrs) – Die wegen Bauarbeiten gesperrte Salierbrücke zwischen Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg ist mit insgesamt etwa 1000 Tonnen giftigem Bauschutt belastet. Das ergaben Schadstoffmessungen im Januar 2019, wie das Regierungspräsidium Karlsruhe am Mittwoch auf Anfrage mitteilte. Diese seien der Öffentlichkeit seit einem Jahr bekannt. Die Hälfte wurde bisher abgetragen und lagere in Brückennähe – der Abfall werde zunächst in eine Sondermüllverbrennungsanlage gebracht, bevor er deponiert werden könne, hieß es. Die Behörden gehen davon aus, dass die Schadstoffe von älteren Anstrichen stammen und in den Beton gesickert sind. Über den Bauschutt und die Messergebnisse hatte zuvor der SWR berichtet.

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Ein Schild weist auf eine Baustelle hin
Ein Schild weist auf eine Baustelle hin.
Foto: Lino Mirgeler/dpa/Archivbild

Die rund 600 Meter lange Brücke bei Speyer ist eine der wichtigsten Verkehrsachsen der Rhein-Neckar-Region. In den vergangenen Jahren überquerten täglich etwa 28 000 Fahrzeuge auf ihr den Rhein. Eine Untersuchung hatte erhebliche Defizite in der Tragfähigkeit gezeigt. Deswegen war ursprünglich eine Sanierung bis März 2021 geplant – dieser Termin war vor kurzem auf Frühjahr 2022 verlegt worden.

Das Ende der Arbeiten verzögere sich unter anderem durch unerwartete Schadstoffe, hinzu komme, dass viele Arbeiten witterungsabhängig seien, hatte das Regierungspräsidium mitgeteilt. Die Verlängerung der Arbeiten hatte zu heftiger Kritik etwa von Unternehmern in Speyer geführt, die Umsatzeinbußen beklagen. Die Baukosten steigen wohl von rund 11 Millionen Euro auf mindestens 16,7 Millionen Euro.

Ältere Mitteilung des Regierungspräsidiums