Germersheim

Germersheim und Ludwigshafen ziehen Corona-„Notbremse“

Germersheim/Ludwigshafen (dpa/lrs) – Wegen anhaltend hoher Corona-Infektionszahlen schränken der Kreis Germersheim und die Stadt Ludwigshafen Teile des öffentlichen Lebens wieder stärker ein. Kosmetikstudios und andere körpernahe Dienstleistungen ohne Mindestabstand müssten wieder schließen, teilten die Kreisverwaltung wie auch die Stadt am Freitag mit. Die Regeln zum Distanz-, Präsenz- und Wechselunterricht an den Schulen ändern sich demzufolge jedoch nicht. Sport ist weiterhin nur mit dem eigenen Haushalt oder einer anderen Person erlaubt. Die neue Allgemeinverfügung des Kreises tritt am 20. März in Kraft und gilt zunächst bis zum 28. März.

Von dpa/lrs
Fritz Brechtel
Fritz Brechtel (M), Landrat des Kreises Germersheim.
Foto: Uwe Anspach/dpa/Archivbild

In Ludwigshafen gelten ab Montag (22.3.) wieder schärfere Beschränkungen, weil der Inzidenzwert drei Tage lang über 100 lag. So müssen Museen und Galerien wieder schließen, Geschäfte dürfen nur nach vorheriger Terminvereinbarung einzelne Kunden empfangen.

„Ich bedaure es sehr, dass wir dieses Hin und Her mitmachen müssen“, teilte der Germersheimer Landrat Fritz Brechtel mit. Er habe mit dem Land diskutiert, aufgrund der hohen Inzidenz aber „keine Spielräume“ gehabt. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) lag die Sieben-Tages-Inzidenz in Germersheim am Freitag bei 123,2 und damit den vierten Tag in Folge über dem Wert von 100, bei dem laut Landesverordnung schärfere Maßnahmen ergriffen werden müssen. Am Donnerstag hatten bereits der Kreis Ahrweiler und die Südwestpfalz die Notbremse gezogen. Landesweit lag die Inzidenz nach Angaben des RKI am Freitag bei 69,2 (Stand 9.00 Uhr).

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Aktuell geltende Allgemeinverfügungen Kreis Germersheim

Zahlen des RKI