Mainz

Gericht: Arbeitslosengeld darf nach Elternzeit geschätzt werden

Wer nach der Geburt eines Kindes länger als zwei Jahre nicht arbeitet und sich danach arbeitslos meldet, muss mit Abstrichen beim Arbeitslosengeld rechnen. Das hat das Sozialgericht Mainz in einer Verhandlung festgestellt, wie am Dienstag bekannt wurde. Eine Frau hatte geklagt, da die Agentur für Arbeit ihr relativ hohes Gehalt vor der Schwangerschaft nicht berücksichtigt hatte, als sie nach vier Jahren Elternzeit das Arbeitslosengeld berechnete. Stattdessen wurde geschätzt, wie viel die Frau nach zwei Jahren Pause in einem neuen Job verdient hätte. Laut Gericht sei nicht zu vermuten, dass das neue Einkommen nach über zwei Jahren ähnlich hoch ausfalle wie zuvor. Das Vorgehen sei mit dem Grundgesetz vereinbar. Die Frau zog die Klage daraufhin zurück.

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