Mainz/Hahn

FW: Hahn sollte erster klimaneutraler Fracht-Airport werden

Nach dem Insolvenzantrag des Hunsrück-Airports Hahn schwebt den Freien Wählern (FW) vor, ihn langfristig in den „ersten klimaneutralen Frachtflughafen der Welt“ zu verwandeln. Das teilte der Parlamentarische Geschäftsführer der FW-Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag, Stephan Wefelscheid, am Donnerstag mit. Diese Vision soll in einer beantragten Aktuellen Debatte in der Plenarsitzung am 11. November in Mainz zum Thema werden.

Flughafen Frankfurt-Hahn
Ein Radfahrer fährt am Terminal des «Frankfurt Hahn Airport» vorbei.
Foto: Andreas Arnold/dpa/Archivbild

Die oppositionelle FW-Fraktion schlug das „Zusammenführen von Frachtflugverkehr und dem Aufbau einer regionalen “grünen„ Wasserstoffproduktion“ vor. Diese könnte am Flughafen Hahn angesiedelt werden. Der Airport gehört zu 82,5 Prozent dem angeschlagenen chinesischen Großkonzern HNA und zu 17,5 Prozent dem Land Hessen. Mit Windrädern im Hunsrück gewonnener Strom könnte laut den FW für „grünes“ Kerosin genutzt werden. „Wir wollen, dass dort perspektivisch soviel “grünes" Kerosin produziert wie vertankt wird“, erläuterte Wefelscheid. Er verwies auch auf den aktuellen UN-Weltklimagipfel im schottischen Glasgow, der die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien anmahnt.

„Grünes“ Kerosin wird mit Strom aus erneuerbaren Energien produziert. Bislang ist der Luftverkehr noch fast vollständig von traditionellen fossilen Kraftstoffen abhängig, weil klimaneutrale Alternativen weder in großem Maßstab marktreif noch in ausreichenden Mengen preiswert verfügbar sind. Der Flughafen Hahn hat im Oktober Insolvenz beantragt. Gesucht wird ein neuer Investor. Insolvenzgeld für rund 430 Mitarbeiter fließt nur noch bis Jahresende.

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