Archivierter Artikel vom 25.02.2020, 07:40 Uhr
Mainz

Friedlicher Rosenmontag in Mainz und anderen Städten im Land

Die Rosenmontagsumzüge in Mainz und anderen rheinland-pfälzischen Städten enden ohne größere Störungen. Doch immer wieder kommt es zu Platzverweisen, Körperverletzungen – und Angriffen auf die Polizei.

dpa/lrsLesezeit: 2 Minuten
Rosenmontag in Mainz
Ein Gardist der Mainzer Ranzengarde brüllt Helau.
Foto: Andreas Arnold/dpa/Archiv

Mainz/Trier/Mayen (dpa/lrs) – Eine zumeist ruhige und friedliche Rosenmontagsbilanz haben die Polizeistellen in Mainz und anderen Städten in Rheinland-Pfalz gezogen. Es habe auch am Abend und in der Nacht keine besonderen Vorkommnisse gegeben, sagte ein Sprecher aus Mainz am Dienstag. Nahezu eine halbe Million Menschen hatten am Rosenmontag in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt ausgelassen Fastnacht gefeiert. Auch in Trier und Mayen blieb es neben vereinzelten Körperverletzungen und Platzverweisen ruhig.

Zu 144 Straftaten, darunter 63 Körperverletzungen, kam es nach Angaben der Polizei rund um das Mainzer Fastnachtstreiben. Die Beamten nahmen demnach 31 Menschen in Gewahrsam und erteilten 85 Platzverweise. 1100 Personen seien kontrolliert worden – weniger als im Vorjahr mit 1223. Während auch die Zahl der Straftaten, der Platzverweise und der Eigentumsdelikte im Vergleich zu 2019 sank, nahmen Straftaten gegen Einsatzkräfte zu. Laut Polizei habe es 18 Widerstandshandlungen gegen Beamte und jeweils 7 Beleidigungen und Körperverletzungen gegeben.

Zu einem besonders brutalen Fall kam es demnach am Abend: Nachdem Polizisten zwei Streithähne getrennt und einen jungen Mann zu Boden gebracht hatten, griffen dessen Vater und Bruder sowie zwei weitere Personen die Beamten an. Erst mit Tasern, Pfefferspray und Schlagstock sei es ihnen gelungen, die Situation aufzulösen. Nach einem Streit mit anderen Narren habe ein 15-Jähriger während einer Polizeikontrolle „Sieg Heil“ gerufen und den Hitlergruß gezeigt – ein Verfahren wegen Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole werde eingeleitet.

„Sowohl während des Umzuges als auch bei der anschließenden Faschingsparty in der Arena Trier verlief der Rosenmontag aus Sicht der Polizei Trier friedlich“, teilte das Polizeipräsidium am Dienstag mit. 21 Strafanzeigen habe die Polizei aufgenommen, vier Mal sei es zu Körperverletzungen gekommen. Für fünf Menschen endete die Feier demnach in der Gewahrsamszelle, sieben Jugendliche nahm die Polizei in Obhut. Eine Person habe Widerstand gegen Polizisten geleistet – in fünf Fällen seien Beamte von Narren beleidigt worden.

Auch in Mayen verliefen die Umzüge nach Polizeiangaben von Dienstag überwiegend friedlich. Am Abend sei es bei Fastnachtsfeiern vereinzelt aber zu Körperverletzungen, Platzverweisen und zu einem Drogendelikt gekommen.

In Rheinland-Pfalz werden wegen der Tat mit 52 Verletzten im hessischen Volkmarsen keine Fastnachts- und Karnevalsumzüge abgesagt, wie das Innenministerium auf Anfrage mitteilte. Ein Mann war am Rosenmontag in der nordhessischen Kleinstadt mit einem Auto in eine feiernde Menschenmenge gefahren.

Mitteilung der Polizei Trier

Mitteilung der Polizei Mainz

Mitteilung der Polizei Mayen