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Wissenschaft

Forschungsinitiative bringt Millionen für Uni Mainz

Von dpa/lrs
Clemens Hoch
ARCHIV - Clemens Hoch (SPD), Minister für Wissenschaft und Gesundheit von Rheinland-Pfalz, nimmt an der ersten Sitzung des Landtags von Rheinland-Pfalz im sanierten Deutschhaus teil. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

KI und angewandte Robotik sind wichtig bei der Weiterentwicklung der Forschung der Hochschule Mainz. Jetzt kann sie sicher mit Geld vom Land planen. Gleiches gilt für Bereiche der Mainzer Uni.

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Mainz (dpa/lrs). Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt in den kommenden Jahren die Mainzer Johannes Gutenberg-Universität (JGU) sowie die Hochschule Mainz mit Millionenbeträgen. Das sehen am Montag unterzeichnete Zielvereinbarungen der Forschungsinitiative mit dem rheinland-pfälzischen Wissenschaftsministerium vor.

Demnach bekommt die JGU bis Ende 2028 insgesamt rund 9,4 Millionen Euro pro Jahr für zwölf Forschungsbereiche. Diese seien in einem internen Wettbewerb unter Federführung des Gutenberg Forschungskollegs (GFK) identifiziert worden, teilte die Uni mit. Es handele sich um Projekte über die Grenzen einzelner Disziplinen hinweg, die Spitzenforschung der Uni repräsentierten. Darunter sind das Georg Forster Forum – Zentrum für geistes-, kultur- und sozialwissenschaftliche Forschung, das Mainz Institut für Multiskalenmodellierung, der Bereich ReALity, der sich mit Langlebigkeit und Resilienz beschäftigt, oder die Forschungsplattform Frühe Neuzeit.

«Die Stärkung ihrer Positionierung in der Forschung und die Erhöhung ihrer Sichtbarkeit als forschungsstarke Universität, auch im Verbund der Rhein-Main-Universitäten, sind wichtige strategische Ziele der JGU», sagte der Vizepräsident für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs, Stefan Müller-Stach. Der mit der Forschungsinitiative eingeschlagene Weg sei erfolgreich, betonte JGU-Präsident Georg Krausch. Das zeige sich auch an der stetig steigenden Summe an eingeworbenen Drittmitteln.

Die Hochschule Mainz erhält rund zwei Millionen Euro für den Ausbau ihrer Forschung in den kommenden fünf Jahren. Von der Forschungsinitiative profitiere die gesamte Hochschule, von etablierten Forschenden bis zum wissenschaftlichen Nachwuchs, sagte Hochschulpräsidentin Susanne Weissman.

Inhaltlich geht es vor allem um vier Bereiche. Dazu gehören die raumbezogene Informations- und Messtechnik, bei der beispielsweise Schäden an Brückenbauwerken aufgedeckt werden. Auch die Entwicklung nachhaltiger Materialien und Strukturen sowie Forschungsprojekte im Bereich digitale Innovation und Entrepreneurship profitieren von der Forschungsinitiative. Fachübergreifend ist angewandte KI und Robotik ein weiterer Schwerpunkt.

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