Mainz

Fast 400 Sportvereine durch Hochwasserkatastrophe geschädigt

Insgesamt 95 Sportvereine in Rheinland-Pfalz und rund 300 Vereine in Nordrhein-Westfalen sind von den Folgen der Flutkatastrophe im Juli 2021 betroffen. Die Schadenssumme beläuft sich für beide Bundesländer zusammen auf rund 118 Millionen Euro, wie Anfragen beim nordrhein-westfälischen Landessportbund und dem Sportbund Rheinland ergaben.

Nach dem Unwetter in Rheinland-Pfalz
Die Trikots einer Altherren-Fußballmannschaft eines Sportvereins hängen draußen zum Trocknen.
Foto: Boris Roessler/dpa/Archivbild

Einige dieser Vereine mit kleineren Schäden an der Sportanlage oder der Sportausrüstung haben den Trainingsbetrieb bereits wieder aufnehmen können, sagte der Sprecher des LSB Nordrhein-Westfalen, Frank-Michael Rall. Generell laufe der Wiederaufbau der Sportinfrastruktur vier Monate nach der Hochwasserkatastrophe allerdings „noch nicht gut“, sagte Dominik Sonndag vom LSB Rheinland-Pfalz. „Es sind weiterhin Plätze nicht bespielbar, weil sie zweckentfremdet sind.“

Viele Trainingsstätten seien etwa durch Aufräumarbeiten in den Dörfern blockiert. „Es darf nicht sein, dass Sportplätze weiterhin als Ersatzstätte für Deponien herhalten müssen“, forderte Sonndag.

Finanzielle Hilfe bekommen die Vereine etwa durch den Nationalen Wiederaufbaufonds. Dadurch sollen Kommunen und Vereinen 30 Milliarden Euro zugutekommen, wie es am vergangenen Freitag auf der Sportministerkonferenz in Koblenz hieß.

© dpa-infocom, dpa:211109-99-920302/2

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