Archivierter Artikel vom 31.03.2021, 06:00 Uhr
Frankfurt/M

Ex-Lehrwart Strigel: Rote Karte hat sich „total bewährt“

Frankfurt/M. (dpa). Der langjährige Spitzenschiedsrichter und frühere DFB-Lehrwart Eugen Strigel sieht die Rote Karte als großes Erfolgsmodell. „Sie hat sich total bewährt, weil sie einfach zur Außenwirkung beigetragen hat“, sagte der 71-Jährige aus dem pfälzischen Rheinzabern der Deutschen Presse-Agentur. Die Rote Karte wurde ebenso wie die Gelbe vor einem halben Jahrhundert als optisches Signal für Platzverweis beziehungsweise Verwarnung zur Rückrunde der Bundesliga-Saison 1971 eingeführt.

Früherer Schiedsrichter-Lehrwart Eugen Strigel
Früherer Schiedsrichter-Lehrwart Eugen Strigel.
Foto: Franz-Peter Tschauner/dpa/Archivbild

„Am Anfang waren viele dagegen“, erinnerte sich Strigel. Er verglich die Entwicklung mit dem immer noch umstrittenen Videobeweis und prophezeite: „In zehn Jahren wird darüber niemand mehr diskutieren.“

Strigel verwies darauf, dass die Karten im Jugend- und Amateurbereich erst nach und nach von den Landesverbänden erlaubt wurden. Bis dahin habe es nur mündliche Ermahnungen und Verwarnungen gegeben. So habe er 1981 ein hitziges A-Jugend-Derby zwischen dem späteren deutschen Nachwuchsmeister VfB Stuttgart und den Stuttgarter Kickers gepfiffen – vor 10 000 Zuschauern. Dabei habe es für ihn keine Möglichkeit gegeben, nach außen sichtbare Zeichen zu setzen.

Der frühere Bundesliga-Referee Strigel war bis 2010 Schiedsrichter-Lehrwart beim DFB und danach in verschiedenen Führungsgremien tätig sowie als Beobachter von Spielleitern.

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