Bad Ems

Ernte von Baumobst von schlechtem Wetter beeinträchtigt

Die rheinland-pfälzischen Obstbauern haben in diesem Jahr auch wegen teils schlechten Wetters insgesamt unterdurchschnittlich viel Baumobst geerntet. Sie verbuchten 47.000 Tonnen und damit 9,8 Prozent weniger als im Vorjahr, wie das Statistische Landesamt am Dienstag mitteilte. „Der sechsjährige Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2020 wurde um 3,8 Prozent verfehlt.“

Von dpa/lrs
Baumobst
Ein Mann hält einen Apfel in der Hand.
Foto: Daniel Reinhardt/dpa/Archivbild

Bei der in Rheinland-Pfalz bedeutendsten Baumobstart, den Äpfeln, sieht es allerdings etwas besser aus. Hier gehen die Statistiker von rund 26 500 geernteten Tonnen aus – 1000 Tonnen mehr als im Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2020. Im Vergleich zu 2020 würden damit jedoch 8 Prozent fehlen.

Die Birnen anbauenden Betriebe rechnen laut Landesamt mit einer Erntemenge von 2000 Tonnen – 30 Prozent weniger als im Vorjahr. Vereinzelt spielten hier Spätfröste im April eine Rolle. Zudem wirkte sich eine ungünstige Verteilung von Regen regional negativ aus.

Bei Süß- sowie Sauerkirschen ermittelten die Statistiker bei der Ernte im Vergleich zu 2020 einen Rückgang von 37 beziehungsweise einen Zuwachs von 6 Prozent. Der Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2020 wird voraussichtlich bei Süßkirschen mit 2200 Tonnen um 38 Prozent und bei Sauerkirschen mit 4700 Tonnen um 4 Prozent verfehlt. Häufige, stellenweise unwetterartige Niederschläge mit Hagel machten vor allem den Süßkirschen in ihrer Blüte- und Reifephase zu schaffen.

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