Archivierter Artikel vom 18.01.2020, 09:20 Uhr
Mainz

Ernährungsprojekt erreicht mehr als 10 000 Kita-Kinder

Für mehr als 1500 Jungen und Mädchen in 19 Kindertagesstätten in Rheinland-Pfalz hat im Januar eine Ernährungsberatung der Initiative „Kita isst besser“ begonnen. Damit profitieren jetzt insgesamt 10 294 Kinder von dieser 2013 gestarteten Initiative, wie das Ernährungsministerium in der Antwort auf eine Landtagsanfrage der Grünen mitteilte. Bis Ende 2019 absolvierten 112 Kitas einen solchen Prozess von der Bestandsaufnahme der Versorgung mit Mahlzeiten über die Festlegung von Zielen bis zur Umsetzung mit Ernährungsberaterinnen der Dienstleistungszentren Ländlicher Raum (DLR).

dpa/lrsLesezeit: 1 Minuten
Essen in der Kita
Ein Kind isst in einer Kita Apfelstücke.
Foto: Andreas Arnold/dpa/Archivbild

Zusätzlich hat das Land im Herbst vergangenen Jahres das Projekt „Bio, Qualität und Bildung – Bessere Kita- und Schulverpflegung“ in drei Pilotregionen in Rheinland-Pfalz“ gestartet. Hier sollen die Träger von Schulen und Kitas dabei unterstützt werden, die Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) einzuführen und ihre Mahlzeiten stufenweise auf 30 Prozent biologische sowie 50 Prozent regionale Lebensmittel umzustellen.

Die drei Pilotregionen in diesem Projekt – Eifel, Westpfalz und Westerwald-Taunus – hätten eine Vorreiterrolle für das ganze Land, erklärte Ernährungsministerin Ulrike Höfken (Grüne). Ziel der Initiative sei auch eine Stärkung der Region mit Handel und landwirtschaftlichen Erzeugern.

Mit der neuen Initiative setze das Ministerium auf Nachhaltigkeit, gesunde Ernährung und die Wertschätzung von Lebensmitteln, erklärte der Grünen-Abgeordnete Andreas Hartenfels. „Indem Kinder und Jugendliche selbst gesunde Lebensmittel erzeugen, wird ihr Bewusstsein für die Vorteile der biologischen Landwirtschaft geschärft und gleichzeitig eine regionale Wertschöpfung generiert.“ Für die Zukunft sei eine Ausweitung aufs ganze Land zu wünschen.