Archivierter Artikel vom 31.05.2020, 11:20 Uhr

Erleichterung in Kaiserslautern: Drittliga-Neustart geglückt

Darauf hat der 1. FC Kaiserslautern lange gewartet. In Magdeburg gelingt den Pfälzern der erste Erfolg seit Jahresbeginn. Das gibt Rückenwind für den Kampf gegen den Absturz in die Viertklassigkeit.

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Trainer Boris Schommers steht am Spielfeldrand
Kaiserslauterns Trainer Boris Schommers steht am Spielfeldrand.
Foto: Ronny Hartmann/dpa

Magdeburg/Kaiserslautern (dpa/lrs) – Die Erleichterung bei Trainer Boris Schommers war nach dem erstem Sieg des 1. FC Kaiserslautern in diesem Jahr groß. Dank des 1:0 (1:0) im Geisterspiel beim 1. FC Magdeburg rückten die Pfälzer mit 37 Punkten auf den zwölften Tabellenplatz vor und verschafften sich etwas Luft im Abstiegskampf der 3. Fußball-Liga. „Wir sind sehr froh, dass wir den Auswärtssieg landen konnten“, sagte Schommers. „Es ist wichtig, dass wir mit drei Punkten gestartet sind.“

Vor dem Heimspiel gegen 1860 München an diesem Mittwoch (20.30 Uhr) liegen die Roten Teufel nun vier Zähler vor einem Abstiegsplatz. Anders als vor der fast dreimonatigen Corona-Pause brachte der FCK eine frühe Führung durch den Ex-Magdeburger André Hainault (5. Minute), der sein Kopfballtor als „emotionalen Moment“ beschrieb, trotz eines durchwachsenen Auftritts über die Zeit. „Das war ein glücklicher Sieg“, räumte Innenverteidiger Kevin Kraus ein.

Den dringend benötigten Erfolg hatte der viermalige deutsche Meister in erster Linie Torwart Lennart Grill zu verdanken. Der 21-Jährige, der nach der Saison zum Bundesligisten Bayer Leverkusen wechselt, vereitelte mehrere Chancen der Magdeburger und parierte in der 69. Minute sogar einen Foulelfmeter von Jurgen Gjasula. Kraus hatte Christian Beck zuvor im Strafraum zu Fall gebracht. „Wir hatten Gjasula extrem im Fokus, was Elfmeter betrifft. Ich wusste grob, wo er hinschießt“, sagte Grill.

Kleiner Wermutstropfen: Der Keeper handelte sich im Verlauf der Partie seine fünfte Gelbe Karte ein und muss gegen die „Löwen“ aus München gesperrt zuschauen. „Das ärgert mich natürlich. Ich wollte Zeit von der Uhr nehmen. Jetzt muss ich mal schauen, ob ich am Mittwoch überhaupt ins Stadion darf“, sagte Grill.

Bedingt durch die Corona-Pandemie bestritt der FCK beim Zweitliga-Absteiger aus Magdeburg erstmals in seiner langen Vereinsgeschichte – am Dienstag feiert der Traditionsverein seinen 120. Geburtstag – ein Geisterspiel. Carlo Sickinger beschrieb die Situation als „komisch, wenn man mit Maske zum Platz läuft, ohne Zuschauer spielt und keine Stimmung da ist.“

Auf dem Feld habe er die Umstände aufgrund des engen Spielverlaufs aber gut ausblenden können, sagte der FCK-Kapitän. Für Schommers stand das Ergebnis über allem. Der langersehnte Sieg fühle sich „mindestens genauso schön an, als wären die Fans dabei gewesen“, sagte der 41-Jährige.

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