Archivierter Artikel vom 20.01.2020, 20:20 Uhr

Entscheidung um Stadionpacht in Kaiserslautern vertagt

Kaiserslautern (dpa/lrs) – Die Entscheidung über eine fortdauernde Senkung der Stadionpacht zugunsten des Fußball-Drittligisten 1. FC Kaiserslautern ist von einer Mehrheit des Stadtrats am Montag vertagt worden. Oberbürgermeister Klaus Weichel (SPD) hatte im Vorfeld für ein erneutes finanzielles Entgegenkommen einen Wertausgleich in Form von Aktien an der Kapitalgesellschaft des Proficlubs gefordert.

„Das ist mit uns nicht vereinbar“, sagte FCK-Aufsichtsratschef Rainer Keßler bei der Sitzung. Weil das Stadtoberhaupt jedoch weiter auf den Wertausgleich pocht, soll die Entscheidung nun am 3. Februar fallen.

Das Fritz-Walter-Stadion, für die Weltmeisterschaft 2006 ausgebaut, befindet sich seit dem Jahr 2003 im Besitz der Kommune. Aufgrund einer finanziellen Schieflage war der FCK zum Verkauf gezwungen und zahlt aufgrund des sportlichen Niedergangs seit Jahren weniger als die ursprünglich vereinbarte Pacht von jährlich 3,2 Millionen Euro.

Aktuell beträgt die Miete in der 3. Liga 425 000 Euro, die Differenz von 2,8 Millionen Euro gleicht bisher die Stadt aus. Der Verein will diese Regelung über die laufende Saison hinaus aufrechterhalten.

Unterdessen stellte die Stadt am Montag ein erstes Nutzungskonzept für die freien Flächen rund um das Stadion vor. Dieses ist jedoch nur ein erster Entwurf. Pläne für die Ausführung und Finanzierung des Projekts sind noch nicht ausgearbeitet.

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