Archivierter Artikel vom 19.02.2020, 06:00 Uhr
Berlin

Eigenanteile für Pflege im Heim steigen weiter

In Rheinland-Pfalz müssen Pflegebedürftige für die Betreuung im Heim immer mehr aus eigener Tasche zuzahlen. Wie aus Daten des Verbands der Ersatzkassen (vdek) mit Stand 1. Januar 2020 hervorgeht, stiegen die Kosten auf durchschnittlich 1994 Euro pro Monat. Ein Jahr zuvor lag die Belastung eines Pflegebedürftigen in der stationären Pflege noch bei 1969 Euro.

dpa/lhe

Im bundesweiten Schnitt stiegen die Eigenanteile demnach auf 1940 Euro. Das waren 110 Euro mehr als Anfang 2019. Es gibt weiterhin große regionale Unterschiede. Im Vergleich der Länder am teuersten bleiben Heimplätze in Nordrhein-Westfalen mit nun 2357 Euro. Am niedrigsten ist die Belastung mit 1359 Euro in Sachsen-Anhalt.

In den Summen ist zum einen der Eigenanteil für die reine Pflege und Betreuung enthalten. Denn die Pflegeversicherung trägt – anders als die Krankenversicherung – nur einen Teil der Kosten. Für Heimbewohner kommen daneben aber noch Kosten für Unterkunft, Verpflegung und auch für Investitionen in den Einrichtungen dazu. Der Eigenanteil allein für die Pflege stieg nun im bundesweiten Schnitt auf 731 Euro im Monat, auf 705 Euro in Rheinland-Pfalz.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will bis Mitte des Jahres einen Vorschlag zur künftigen Finanzierung machen. Dazu gibt es schon zahlreiche Forderungen – etwa zu Bundeszuschüssen und zur Senkung oder Begrenzung der Eigenanteile.

vdek-Daten Eigenanteile zum 1. Januar 2020

vdek-Daten Eigenanteile zum 1. Januar 2019

vdek-Daten Eigenanteile zum 1. Januar 2018

Dialogreihe des Ministeriums zur Pflege-Finanzierung mit Stationen