Archivierter Artikel vom 30.11.2020, 14:30 Uhr
Offenbach

DWD: Herbst in Rheinland-Pfalz zu warm und zu trocken

Viel Sonne und wenig Regen: Der Herbst in Rheinland-Pfalz ist in diesem Jahr im langfristigen Vergleich zu warm und zu trocken gewesen. Wie der Deutsche Wetterdienst am Montag in Offenbach nach ersten Auswertungen mitteilte, lag die Temperatur zwischen September und November dieses Jahres um 1,9 Grad über dem Durchschnittswert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. 10,8 Grad zeigte das Thermometer demnach im Durchschnitt in den Monaten des meteorologischen Herbstes an.

dpa/lrs

Den Herbst-Temperaturrekord knackte eine rheinland-pfälzische Messstation: Am 15. September registrierte der DWD in Trier-Petrisberg hochsommerliche 34,8 Grad. So warm war es sonst an keinem anderen Herbsttag in Deutschland gewesen.

Mit gut 140 Liter pro Quadratmeter fiel in Rheinland-Pfalz der Auswertung des DWD zufolge auch viel zu wenig Regen. Zum Vergleich: Die internationale Referenzperiode zwischen 1961 und 1990 gibt demnach 199 Liter pro Quadratmeter an. Mit etwa 350 Stunden war es zudem im Vergleich zum Sollwert von 308 Sonnenstunden zudem sehr sonnig.

Mit einer deutschlandweiten Durchschnittstemperatur von 10,3 Grad ist der Herbst 2020 nach den ersten Auswertungen der 2000 Messstationen laut DWD der viertwärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881 gewesen. Mit im Schnitt 12 Grad hält das Jahr 2006 demnach den bisherigen Rekord. Außerdem war der Herbst in diesem Jahr der fünfttrockenste seit Messbeginn.

Mitteilung des DWD