Berlin

Dreyer: Ruckeln bei Koalitionsverhandlungen ist normal

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat sich „sehr zuversichtlich“ geäußert, dass die Koalitionsverhandlungen im Bund mit Grünen und FDP positiv weitergehen. „Es ist ganz normal, dass während der Verhandlungen mal die eine oder die andere Partei mal zufriedener oder unzufriedener ist. Das kommt da auch ein bisschen darauf an, in welche Arbeitsgruppe man da gerade blickt“, sagte die SPD-Politikerin am Freitagmorgen im ZDF-„Morgenmagazin“.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer
Malu Dreyer (SPD), Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, steht vor der Presse.
Foto: Andreas Arnold/dpa

Am Donnerstag hatten sich die Grünen unzufrieden geäußert. „Wir sehen derzeit zu wenig Fortschritt, was die inhaltliche Substanz anbetrifft“, hatte Bundesgeschäftsführer Michael Kellner der Deutschen Presse-Agentur gesagt. Angesichts der stockenden Gespräche wurde anders als erwartet kein detaillierter weiterer Zeitplan bekanntgegeben.

Nach Dreyers Worten bleibt es das Ziel, die Verhandlungen in den 22 thematischen Arbeitgruppen in den nächsten Tagen abzuschließen. „Wir verhandeln in guter Atmosphäre. Und dass es ab und zu mal ruckelt, ist doch das Normalste auf der Welt.“ Man werde miteinander weiter gut vorankommen.

Zum zeitlichen Plan, den bisherigen SPD-Finanzminister Olaf Scholz in der Nikolauswoche Anfang Dezember zum Kanzler zu wählen, sagte sie: „Ich bin zuversichtlich, dass wir es auch erreichen können.“

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