Archivierter Artikel vom 28.01.2021, 06:10 Uhr
Mainz

Dreyer: Einheitliche Regeln für Lockerung des Lockdowns

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat einheitliche Regeln für eine Lockerung des Corona-Lockdowns gefordert: „Ich glaube, dass es wichtig ist, dass wir uns in Deutschland auf die gleichen „Wenn-dann-Regeln“ einigen“, sagte sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Donnerstag). „Wir brauchen ein Einvernehmen darüber, in welchen Inzidenz-Korridoren bestimmte Bereiche gelockert werden können oder wieder verschärft werden müssen.“ Ein Zukunftsplan, der den Familien, der Wirtschaft und der Kultur Perspektiven vermittelt, sei „absolut notwendig“.

Malu Dreyer (SPD)
Malu Dreyer (SPD), Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz,spricht.
Foto: Andreas Arnold/dpa/Archivbild

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) äußerte sich zurückhaltender. Er forderte, sich bei den Szenarien für Lockerungen nicht allein an der Zahl der Neuinfektionen zu orientieren. „Der Inzidenzwert ist eine wichtige Maßzahl – aber nicht der einzige. Wir müssen auch andere Aspekte, wie die Ausbreitung der Mutationen und die Auslastung in den Intensivstationen, im Blick haben“, sagte der SPD-Politiker. Schule und Kitas müssten bei der Lockerung ganz vorn stehen. Die Inzidenz beziffert die Zahl der neuen Infektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen.

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