Archivierter Artikel vom 03.04.2020, 18:10 Uhr
Mainz

Dreyer: Bewältigung der Corona-Krise ist ein Marathon

Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat die Rheinland-Pfälzer in der Corona-Krise aufgefordert, sich auch in der Karwoche an die Einschränkungen zu halten. „Die Bewältigung der Corona-Krise ist kein Sprint, sie ist ein Marathon“, sagte Dreyer in einer Fernsehansprache im SWR am Freitagabend laut vorab verbreiteten Redemanuskript. „Mit vereinten Kräften werden wir die Krise meistern.“

dpa/lrsLesezeit: 1 Minuten

Die Situation sei für viele Menschen sehr belastend. Allerdings: „Das Virus kennt leider keine Wochenenden oder Feiertage.“ Die strengen Maßnahmen müssten mindestens noch bis zum 19. April gelten. Auch ihr selbst und der ganzen Landesregierung fielen die harten Maßnahmen sehr schwer, betonte Dreyer. „Aber nur so können wir die Geschwindigkeit der Ansteckung mit dem Corona-Virus drosseln.“

Die Landesregierung arbeite mit Hochdruck, daran, die Folgen abzufedern. Als Beispiele nannte Dreyer den Schutzschild von 3,3 Milliarden Euro. Der Staat könne allerdings nicht alle Härten vermeiden, räumte die Ministerpräsidentin ein. „Aber wir setzen alles daran, passende Lösungen zu finden.“ Zugleich würden die Krankenhäuser auf den Höhepunkt der Pandemie vorbereitet, die Zahl der Intensivbetten verdoppelt und mehr Beatmungsplätze geschaffen.

Dreyer bedankte sich bei den Menschen, die die medizinische und pflegerische Versorgung der Kranken sicherstellten, die das Einkaufen weiterhin ermöglichten, die die Busse und Bahnen fahren und die Kinder in den Osterferien betreuten. „Es ist großartig zu sehen, wie viele tolle Ideen entwickelt werden, um Nachbarn und gefährdeten Menschen beizustehen.“ Das Land unterstütze diese Initiativen. Die Hilfsbereitschaft der Unternehmen im Land sei ebenfalls überwältigend.