Kaiserslautern

„Dosenöffner“ nach Trinkpause: Kaiserslautern holt Sieg

Die Flaute hat ein Ende. Der FCK gewinnt gegen Mitfavorit TSV 1860 – und er gewinnt deutlich. Trainer Antwerpen ist erleichtert und würde solche Leistungen am Betzenberg gerne häufiger sehen.

Von dpa/lrs
Fußball
Ein Fußball liegt vor der Partie im Netz.
Foto: Friso Gentsch/dpa/Symbolbild

Kaiserslautern (dpa/lrs) – Manchmal sind Trinkpausen im Fußball gar nicht so schlecht. Trainer können nochmal taktische Korrekturen vornehmen, die Spieler sich neu fokussieren. So war es auch beim 3:0 (2:0)-Heimsieg von Fußball-Drittligist 1. FC Kaiserslautern gegen den TSV 1860 München am Samstagnachmittag im Fritz-Walter-Stadion. Nachdem die Pfälzer in den ersten 20 Minuten vor allem Münchens Spielmacher Keanu Staude viel zu viel Platz ließen, hatten sie die Partie nach der Wiederfortsetzung viel besser im Griff und zogen das Spiel mit einem Doppelschlag innerhalb von sechs Minuten auf ihre Seite.

„Gerade zu Beginn war es so, dass wir uns auch erstmal ein bisschen finden mussten. Man hat dann gemerkt, dass es auch hilft, wenn man das erste Tor erzielt“, sagte FCK-Trainer Marco Antwerpen nach dem ersten Saisonsieg der Roten Teufel.

In der 27. Minute traf René Klingenburg, einer der besten Lauterer an diesem Tag, per Volleyabnahme zur Führung. „Es war das erwartet umkämpfte Spiel. Wir mussten in der Anfangsphase schon ordentlich dagegenhalten. In den letzten Wochen wurden wir nicht belohnt, heute ist uns das gelungen“, sagte Klingenburg über die Partie.

Seinen Treffer beschrieb der 27-Jährige so: „Das Tor war der Dosenöffner, den wir gebraucht haben. Beim 1:0 zeige ich das, was mich auch sonst immer ausgezeichnet hat. Ich habe im Training schon die tiefen Läufe gesucht, Jean Zimmer macht ein super Zuspiel und ich treffe den Ball perfekt.“ Muhammed Kiprit ließ in der 33. Minute das 2:0 folgen, wieder hatte Zimmer die Vorlage geliefert.

Nach der Halbzeitpause waren die Münchner um den Anschlusstreffer bemüht und erspielten sich einige Chancen. Wirklich in Bedrängnis brachten sie die Lauterer Hintermannschaft aber nur selten. Und wenn doch mal ein Ball durchrutschte, waren FCK-Keeper Matheo Raab oder ein anderes Lauterer Abwehrbein zur Stelle. Auf der Gegenseite hätte Kenny Prince Redondo in der 73. Minute für die Entscheidung sorgen müssen, verfehlte aber das verwaiste Löwen-Tor kläglich. Diese gelang drei Minuten vor dem Ende dann Mike Wunderlich, der Münchens Torhüter Marco Hiller mit einem direkt verwandelten Freistoß in die kurze Ecke überraschte.

Antwerpen war nach dem Spiel zufrieden mit der Vorstellung seiner Mannschaft, die eine gute Reaktion auf das 0:4-Debakel in Berlin vom vergangenen Wochenende gezeigt hatte. „Heute hat man gesehen, dass Dinge auf dem Platz Spaß machen, wenn eine taktische Disziplin, Eigenverantwortung und Leidenschaft da ist. Dann entstehen solche Leistungen“, meinte der 49-Jährige. „Unser Ziel ist es, das dauerhaft zu zeigen, zuhause und auch auswärts. Daran werden wir weiter hart arbeiten.“ Bereits am Dienstag (19.00 Uhr) ist der FCK beim Halleschen FC zu Gast.

© dpa-infocom, dpa:210821-99-919311/4

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