Archivierter Artikel vom 10.04.2020, 11:00 Uhr
Speyer

Domdekan Kohl entspannt sich durch das Spielen der Orgel

Christoph Kohl, Domdekan und Domkustos in Speyer, setzt sich nach getaner Arbeit gerne an die Orgel der mächtigen Kathedrale der pfälzischen Stadt. „Ab und zu abends, gegen Neun oder halb Zehn, für ein Stündchen zur Entspannung. Leider komme ich nicht so oft dazu, wie ich gerne wollte“, sagte der 64-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Er spiele sich dann „quer durch die Jahrhunderte – Schwerpunkt barocke Orgelmusik“. Am meisten fasziniere ihn Johann Sebastian Bach. „Im Improvisieren bin ich nicht so geübt – das kommt nur selten vor“, erzählte der gebürtige Saarländer.

dpa/lrs
Domdekan Christoph Maria Kohl steht an der Orgel
Christoph Maria Kohl, Domdekan und Domkustos am Domkapitel Speyer, steht an der Orgel.
Foto: Uwe Anspach/dpa/Archivbild

Geschätzt eine Million Menschen besuchen jährlich den Dom in Speyer, doch im Moment kommen wenige. Als Reaktion auf die Ausbreitung des Coronavirus ist der touristische Betrieb drastisch eingeschränkt. Der Dom bleibt aber zum persönlichen Gebet geöffnet. Die Türgriffe werden stündlich desinfiziert, und ein Mitarbeiter aus dem Team der Sakristei ist präsent, um auf das Einhalten der Regeln zu achten. „Zum Schutz der Menschen ist das absolut alternativlos“, sagte Kohl.

Dom zu Speyer