Archivierter Artikel vom 30.11.2020, 10:40 Uhr
Mainz

Displays und Datenbrillen: Schott sucht neue Geschäftsfelder

Der Spezialglas-Hersteller Schott will sich mit der Weiterentwicklung seiner Produkte neue Geschäftsfelder erschließen. So sollten bereits entwickelte Glastypen für neue Anwendungen wie faltbare Smartphone-Displays oder Datenbrillen genutzt werden, teilte das Unternehmen mit Sitz in Mainz am Montag mit. „Wir wollen in angrenzende Geschäftsfelder vorstoßen und unser Engagement in unseren zwei Fokusmärkten USA und China deutlich ausbauen“, sagte der Vorstandsvorsitzende Frank Heinricht und sprach von einer neuen Konzernstrategie. Gleichzeitig wolle sich das Unternehmen auf die aktuellen Herausforderungen Klimaschutz, Vielfalt und Digitalisierung konzentrieren.

dpa/lrs

Als weiteres wichtiges Tätigkeitsfeld nannte Heinricht den pharmazeutischen Markt. Erst vor wenigen Tagen hatte Schott angekündigt, weltweit seine Produktion von Glasflaschen für einen Corona-Impfstoff auszubauen. Bis Ende nächsten Jahres will das Unternehmen dafür rund zwei Milliarden Fläschchen zur Verfügung stellen können.

In den beiden größten Volkswirtschaften der Erde, den USA und China, sieht Schott nach eigenen Angaben großes Potenzial für eine Vielzahl von Spezialglas-Anwendungen. Neben Pharmaverpackungen setzt der Konzern dabei auf die Bereiche Halbleiter und Datenkommunikation, Medizintechnologie und Unterhaltungselektronik.

Weltweit beschäftigt Schott rund 16 200 Menschen. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2018/2019 lag bei 2,2 Milliarden Euro.

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