Archivierter Artikel vom 28.01.2020, 18:20 Uhr
Mainz

Diskussion über 8. Mai als möglichen Feiertag

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hält die Debatte über den 8. Mai als möglichen bundesweit gesetzlichen Feiertag für sinnvoll, schließt sich aber der Forderung nicht an. „Das ist ein Vorschlag, über den man diskutieren sollte und kann“, sagte Dreyer am Dienstag in Mainz. Am 8. Mai jährt sich zum 75. Mal das Ende des Zweiten Weltkriegs und die Befreiung Deutschlands vom Nationalsozialismus durch die Alliierten 1945.

dpa/lrs
Malu Dreyer
Malu Dreyer (SPD), Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, spricht in der Gedenkstätte KZ Osthofen.
Foto: Uwe Anspach/dpa

Entscheidend sei für sie aber die Frage, wie das Gedenken wach gehalten werden kann, wenn die Zeitzeugen nicht mehr da sind, sagte Dreyer. Dafür brauche es nicht unbedingt einen neuen Feiertag.

Die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz am 27. Januar sei einfach das Datum, betonte Dreyer. Der rheinland-pfälzische Landtag kommt seit 1998 jedes Jahr an diesem internationalen Holocaust-Gedenktag zusammen. Die Plenarsitzungen sind abwechselnd im Mainzer Landtag und an einem auswärtigen Gedenkort. Ganz wichtig sei ihr, dass an der Gedenkveranstaltung für die Opfer der NS-Diktatur junge Menschen teilnehmen, sagte Dreyer.