Dehoga-Empfehlung: Mehrwertsteuersenkung nicht weitergeben

Bad Kreuznach (dpa/lrs) – Wegen der anhaltend schwierigen Situation vieler Betriebe im Gastgewerbe empfiehlt der Branchenverband Dehoga in Rheinland-Pfalz, die Mehrwertsteuersenkung nicht an Gäste weiterzureichen. Das Geld werde schlicht benötigt, um zu überleben, sagte Dehoga-Präsident Gereon Haumann am Freitag. Zuvor hatte die „Allgemeine Zeitung“ darüber berichtet. Das Gastgewerbe sei unter den in der Corona-Krise am schwersten getroffenen Branchen die größte. Nach wie vor seien Betriebe geschlossen, andere hätten Umsatzausfälle wegen der Abstandsregelungen oder müssten höhere Kosten wegen Hygieneauflagen stemmen.

Der gesenkte Mehrwertsteuersatz auf einem Kassenzettel
Der gesenkte Mehrwertsteuersatz auf einem Kassenzettel.
Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

„Wir haben nach wie vor eine prekäre betriebswirtschaftliche Situation in den Betrieben“, sagte Haumann. Der Dehoga appelliere an seine Mitglieder: „Werdet nicht teurer, aber werdet auch nicht billiger.“ Trotz aller bereits erfolgten Hilfen brauche es ein branchenspezifisches Programm. So sollte für alle Leistungen des Gastgewerbes unbefristet der verminderte Mehrwertsteuersatz gelten, sagte Haumann – bis hin zum Parkplatz oder zur Sauna eines Hotels.