Archivierter Artikel vom 15.07.2020, 06:10 Uhr
Mainz

Corona-Krise: Spiegel will mehr Angebote für die Jugend

Die rheinland-pfälzische Familienministerin Anne Spiegel (Grüne) will mehr Angebote für Kinder und Jugendliche in der Corona-Krise sowie eine bundeseinheitliche Regelungen zur Öffnung von Clubs und Bordellen. „Auch alle anderen Bereiche, für die es bisher noch keine Lösung gibt, sollte man eine Perspektive geben, solange die Infektionszahlen auf dem niedrigen Niveau bleiben“, sagte die designierte Spitzenkandidatin der Grünen für die Landtagswahl im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Mainz.

dpa/lrs
Rheinland-pfälzische Familienministerin Anne Spiegel (Grüne)
Familienministerin Anne Spiegel (Grüne) spricht bei einem Interview.
Foto: Peter Zschunke/dpa

Spiegel rief dazu auf, in der Corona-Krise mehr Freizeit-Angebote für Kinder und Jugendliche zu schaffen. „Eine sozialräumliche Gestaltung der Jugendarbeit zahlt sich jetzt aus.“ Als Beispiele nannte die Ministerin Tischtennisplatten, Bouleplätze und Skaterparks im öffentlichen Raum. „Tankstellen können nicht der Ort für Treffen Jugendlicher sein.“

Spiegel forderte, genauer zu schauen, was die Pandemie mit der jungen Generation mache. Dazu gehörten auch die Gruppe der 18- bis 25-Jährigen sowie Kinder unter elf Jahren. Die Lebensqualität und psychische Gesundheit vieler Kinder und Jugendlicher hat sich nach einer Studie in der Corona-Krise verschlechtert. Diese sogenannten COPSY-Studie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) gilt als die erste bundesweite ihrer Art. Befragt wurden aber nur Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 11 und 17 Jahren.

Informationen zur COPSY-Studie