Archivierter Artikel vom 12.08.2020, 14:00 Uhr
Mainz

CDU vermisst zentrale Führung bei Schulbeginn

Zum Neustart an den Schulen am kommenden Montag vermisst die CDU ein klares Konzept mit eindeutigen Vorgaben für alle 1500 Schulleitungen in Rheinland-Pfalz. In Gesprächen mit Schulleitern habe er gehört, dass „viele noch nicht wissen, wie nach den Ferien der Unterricht wieder stattfinden soll, mit welchen Vorgaben“, sagte der Fraktionsvorsitzende Christian Baldauf am Mittwoch in Mainz. „So etwas muss zentral überwacht und geführt werden.“

dpa/lrsLesezeit: 1 Minuten
Stefanie Hubig
Stefanie Hubig, Ministerin für Bildung des Landes Rheinland-Pfalz.
Foto: Kay Nietfeld/dpa/Archivbild

Als letzte Vorbereitungen für den Beginn des neuen Schuljahres hatte Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) am Dienstag eine Neufassung des landesweiten Hygieneplans und freiwillige Tests für alle Lehrkräfte angekündigt. „Wir werden am Montag mit dem Regelbetrieb unter Corona-Bedingungen starten“, sagte Hubig. „Wir leben weiter in der Pandemie, Schule wird nicht so sein wie vor Corona.“

Baldauf warf der Ministerin jedoch vor, die Verantwortung für den Regelbetrieb des Unterrichts den Schulleitungen zuzuweisen. „Wir wollen ein ganzheitliches Konzept in diesem Bereich, das vermissen wir bei der Landesregierung.“ Es gebe auch kein Konzept für das Aufholen von Lernrückständen, die während der Zeit der Schulschließungen aufgetreten seien. Nötig seien zusätzliche Lehrer und schnelles Internet in den Schulen.

CDU-Fraktionsvorsitz Gerd Schreiner schlug vor, bei den geplanten Unterrichtsangeboten in den Herbstferien im Anschluss an die jetzt zu Ende gehende Sommerschule verstärkt auf individuelle Lerndefizite einzugehen. So sollten die für den Regelunterricht zuständigen Lehrkräfte sich mit den Kursleitern der Ferienschule darüber austauschen, welcher Nachholbedarf bei einzelnen Schülerinnen und Schülern bestehe.