Bad Neuenahr-Ahrweiler

Bundespräsident Steinmeier besucht das Ahrtal: Menschen brauchen Hilfe und Aufmerksamkeit

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist am Sonntag ins Ahrtal gereist, um sich erstmals persönlich einen Eindruck von den Schäden der Flutkatastrophe und dem Wiederaufbau zu machen. In Ahrweiler, einem Stadtteil von Bad Neuenahr-Ahrweiler, ließ er sich an einer zerstörten Brücke über die Ahr die Schäden an beiden Ufern zeigen. Dort ist inzwischen eine Behelfsbrücke eingerichtet.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist ins Ahrtal gereist, um sich erstmals persönlich einen Eindruck von den Schäden der Flutkatastrophe und dem Wiederaufbau zu machen.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist ins Ahrtal gereist, um sich erstmals persönlich einen Eindruck von den Schäden der Flutkatastrophe und dem Wiederaufbau zu machen.
Foto: dpa

Begleitet wurde Steinmeier von der stellvertretenden rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin und Klimaschutzministerin Anne Spiegel (Grüne) sowie von Innenminister Roger Lewentz (SPD). Im Anschluss an einen Weg durch die historischen Straßen von Ahrweiler wurde der Bundespräsident in der Winzergemeinde Mayschoß und in Grafschaft erwartet, wo er sich mit Helfern treffen wollte.

Am 1. September hatte Steinmeier am Staatsakt für die Opfer der Hochwasserkatastrophe teilgenommen. Damals sagte er am Nürburgring, es gehe nicht allein um Soforthilfe für den Wiederaufbau. „Sie brauchen unsere Hilfe und unsere Aufmerksamkeit nicht nur jetzt, in der akuten Not, sondern für lange Zeit.“

In Rheinland-Pfalz kamen bei dem Hochwasser nach extremem Starkregen am 14. und 15. Juli 133 Menschen im besonders betroffenen Ahrtal und ein Mensch in der Region Trier ums Leben. In Nordrhein-Westfalen verloren 49 Menschen ihr Leben. Dort wurden schwere Schäden unter anderem im Kreis Euskirchen, dem Rhein-Sieg-Kreis und in Teilen des Bergischen Landes angerichtet.

© dpa-infocom, dpa:211009-99-539442/4