Archivierter Artikel vom 03.03.2021, 14:00 Uhr
Ludwighafen

Brand bei BASF: Wassergefährdender Stoff in Rhein gelangt

In einer Anlage des Chemiekonzern BASF in Ludwigshafen hat es am Mittwoch gebrannt. Mindestens 150 Kilogramm des Stoffs Methyldiethanolamin, der als schwach wassergefährdend eingestuft ist und schwere Augenreizungen verursachen kann, seien über Kühlwasserkanäle in den Rhein gelangt, hieß es in einer BASF-Mitteilung.

Von dpa/lrs
BASF
Ein Logo des Chemiekonzerns BASF ist auf einer Industrieanlage auf dem Werksgelände angebracht.
Foto: Uwe Anspach/dpa/Archivbild

Am frühen Nachmittag war der Brand gelöscht. Die Werkfeuerwehr sei noch da, um Sicherungs- und Reparaturmaßnahmen des Betriebs zu unterstützen, hieß es am späten Nachmittag. Ein Mitarbeiter, der zur Beobachtung in die Werksambulanz gebracht worden sei, konnte den Angaben zufolge inzwischen wieder in den Betrieb zurückkehren.

Im Werkteil Nord war demnach neben Methyldiethanolamin das extrem entzündbare, beim Einatmen giftige Gas Oxogas ausgetreten. Dann sei es zu einem Brand gekommen, auch Rauch sei kurzzeitig sichtbar gewesen. Bei Messungen wurden laut BASF keine erhöhten Werte in der Luft festgestellt.

Wie es zu dem Austritt der Stoffe kommen konnte, steht derzeit noch nicht fest. Überschüssige Gase würden bestimmungsgemäß über Fackeln verbrannt, teilte das Unternehmen weiter mit. Daher könne es in den kommenden Tagen zu deutlich sichtbarem Feuerschein kommen.

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