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Bildung

Bildungsministerin: Schulbetrieb im Ahrtal wieder regulär

Von dpa/lrs
Stefanie Hubig
ARCHIV - Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) beim Besuch einer Berufsbildenden Schule in Bad Neuenahr. Foto: Thomas Frey/dpa/Archivbild

Von der Zerstörung durch das Hochwasser waren auch etliche Schulen und Kitas betroffen. Die Unterstützung des Landes für die Region läuft weiter.

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Mainz (dpa/lrs). Nach der Flutkatastrophe im Ahrtal läuft der Schulbetrieb in der Region mittlerweile wieder regulär. Alle Schulabschlüsse seien möglich und auch die Beförderung der Kinder und Jugendlichen klappe, sagte Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) am Dienstag in Mainz. Leichte Einschränkungen gebe es lediglich bei den Sportstätten, bei denen teils noch Sanierung und Bau liefen. Die Zahl der Schülerinnen und Schüler liege mit 145.000 auf Niveau vor dem Hochwasser im Jahr 2021.

Bei der Flutkatastrophe vom 14. auf den 15. Juli waren in Rheinland-Pfalz 136 Menschen ums Leben gekommen, davon 135 in der Ahr-Region und einer im Raum Trier. Ein Mensch gilt noch immer als vermisst. Im benachbarten Nordrhein-Westfalen starben bei dem Hochwasser nach extremem Starkregen 49 Menschen. Tausende Häuser wurden zerstört, Straßen und Brücken weggespült. Betroffen waren auch zahlreiche Schulen und Kitas.

Den Schulen in der betroffenen Region seien zur Unterstützung ab dem Schuljahr 2021/22 insgesamt 23 Vollzeitstellen für Lehrkräfte zusätzlich zur Verfügung gestellt worden, erklärte die Bildungsministerin. Diese zusätzlichen Stellen werde es auch noch im kommenden Schuljahr geben. Auch die Kitas hätten zusätzliche personelle Unterstützung bekommen.

Durch die Flutkatastrophe wurden nach Angaben von Hubig insgesamt 29 Schulen beschädigt, davon 17 direkt im Ahrtal. Bei den Kitas seien insgesamt 17 Einrichtungen betroffen gewesen, 10 davon im Ahrtal. Die Bildungsministerin kündigte an, dass als Konsequenz aus den Vorkommnissen an den Schulen im Land analog zu einem Tag für Brandschutzübungen künftig auch an einem Termin Krisenschutzübungen stattfinden sollen.

© dpa-infocom, dpa:240514-99-29974/2