Bad Ems

Bevölkerungszahl in Rheinland-Pfalz auf Höchststand

Mit mehr als 4,1 Millionen war die Einwohnerzahl in Rheinland-Pfalz Ende 2021 so hoch wie nie zuvor im Bundesland. Das geht aus einer am Freitag veröffentlichten Schätzung des Statistischen Landesamtes hervor. Die Bevölkerungszahl sei 2021 zum zehnten Mal in Folge gestiegen, hieß es. Der Zuwachs fiel demnach mit fast 7600 Menschen etwas höher aus als 2020. Deutlich mehr Menschen zogen nach Rheinland-Pfalz als Menschen wegzogen. Fast jeder Achte besitze den Daten zufolge keine deutsche Staatsangehörigkeit. Das bedeute eine Steigerung um 0,4 Prozentpunkte im Vergleich zu 2020.

Von dpa/lrs
Spaziergänger am Rheinufer in Mainz
Menschen spazieren bei Sonnenschein am Rheinufer.
Foto: Andreas Arnold/dpa/Symbolbild

Der Schätzung zufolge ist auch die Altersstruktur im Wandel. Grund dafür sei die steigende Lebenserwartung in Verbindung mit einer vergleichsweise niedrigen Geburtenzahl. Demnach gab es 2021 rund 0,3 Prozent weniger Menschen unter 20 als zehn Jahre zuvor. Die Gruppe der potenziell Erwerbstätigen 20- bis 59-Jährigen verringerte sich um rund drei Prozent. Die Zahl der 60-Jährigen und Älteren stieg um knapp zwei Prozent an und erhöhte sich seit 2011 um fast ein Fünftel.

Wie die Schätzung weiter ergab, ist die Einwohnerzahl in kreisfreien Städten im Bundesland seit 2011 stärker gestiegen als in Kreisen. Am stärksten wuchs die Bevölkerung demnach im Vergleich zu 2011 in der zweitgrößten Stadt Ludwigshafen (plus 9,0 Prozent) und in der Landeshauptstadt Mainz (plus 8,5 Prozent).

Wegen der Flutkatastrophe im Ahrtal im Juli 2021 habe sich der Bevölkerungsanteil in den unmittelbar betroffenen Gemeinden zum Teil deutlich verringert, hieß es. Allein für die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler ergebe sich ein Minus von rund 1900 Menschen (6,6 Prozent). Jedoch ließen sich die langfristigen Auswirkungen der Flut auf die Einwohnerzahlen derzeit noch nicht abschätzen.

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