Archivierter Artikel vom 19.01.2020, 10:30 Uhr

Awo in Rheinland-Pfalz: Kaum Auswirkungen des Skandals

Koblenz/Neustadt (dpa/lrs) – Trotz des Skandals um zwei hessische Kreisverbände der Arbeiterwohlfahrt (Awo) erwartet die Organisation in Rheinland-Pfalz für sich keinen größeren Image-Schaden. „Wir haben keine Kündigungen, die auf diese Fälle zurückzuführen sind“, sagte die Sprecherin der Awo Rheinland, Cathrin Kröll, der Deutschen Presse-Agentur. „Es ist aber auf jeden Fall Thema.“

Logo der AWO
Das Logo der Arbeiterwohlfahrt (AWO) ist auf einem Papier zu lesen.
Foto: Holger Hollemann/dpa/Archivbild

Ähnlich sieht es auch die Arbeiterwohlfahrt Pfalz. Allerdings seien die Mitarbeiter in Sorge, wie der entstehende Rufschaden begrenzt werden kann. Die Awo Pfalz kenne die Vorgänge in Hessen nur aus den Medien. „Danach spricht aber einiges dafür, dass die dort Verantwortlichen nicht nur Maß und Mitte verloren haben, sondern auch den Kompass für richtig oder falsch“, teilte Sprecherin Sandra Magin mit.

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hatte Räume der Awo in Frankfurt, Wiesbaden und anderen hessischen Städten durchsucht. In dem Komplex geht es unter anderem um Vorwürfe des Betrugs, ungewöhnlich hohe Gehälter einiger Mitarbeiter, merkwürdige personelle Verflechtungen, Luxus-Dienstwagen und teure Hotelübernachtungen.

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